VERANSTALTUNGSARCHIV



 
 
15. September 2015 | 20 Uhr
Hommage à Alfred Schnittke
Konzert
Ensemble KNM Berlin
Frank Gutschmidt, Klavier | Theodor Flindell, Violine
Kirstin Maria Pientka, Viola | Ringela Riemke, Violoncello

 
1968 formulierte der im russischen Engels geborene Alfred Schnittke (1934–1998) mit seiner 2. Sonate für Violine und Klavier sein Modell der Polystilistik, die das Komponieren in unterschiedlichen Schichten und im Dialog mit der musikalischen Vergangenheit meint. 60 Jahre zuvor problematisierte der geniale US-amerikanische Komponist und Versicherungsmakler Charles Ives (1874–1954) das Verhältnis zur musikalischen Tradition. Aber nicht nur das. Er liebte es, in seinen Werken disparate Elemente schroff gegenüber zu stellen, Gebrauchsmusik wie Märsche oder Ragtimes stehen so unvermittelt neben Zitaten aus der Musikgeschichte. 1960 entstand Bernd Alois Zimmermanns (1918
–1970) Sonate für Cello solo, in der er zum ersten Mal verwirklicht, was er als pluralistische Kompositionsweise bezeichnen wird. Unter Interpreten gilt diese Sonate als ein Meilenstein in der Literatur für das Violoncello solo.

Charles Ives
Sonata für Violine und Klavier No. 2
(Ives schrieb die Violinsonate etwa 1914. Sie basiert auf
Stücken, die er zwischen 1901 und 1910 geschrieben hatte.
1919 unterzog er die Sonate einer weiteren Revision.)
1. Autumn. Adagio maestoso - Allegro moderato
2. In the Barn. Presto - Allegro moderato
3. The Revival. Largo - Allegretto

Gustav Mahler
Quartettsatz für Klavier und Streichtrio a-moll (1876)

Alfred Schnittke
Klavierquartett nach einem Fragment von Gustav Mahler (1988)

Bernd Alois Zimmermann
Sonate für Violoncello solo (1960)
. . . et suis spatiis transeunt universa sub caelo (Eccl. III, 1)

Alfred Schnittke
Sonata Nr. 2 für Violine und Klavier
Quasi·una·sonata (1968)

OHNE PAUSE

 
 
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Dienstag,
15. September 2015
20 Uhr

Eintritt: 3/1 EUR


KNM Berlin